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Auf welche Inhaltsstoffe solltest Du bei Intimpflegeprodukten achten?

Pipette mit Öltropfen

Vorab ein wichtiger Disclaimer: Wir unterscheiden hier zwischen Hygieneprodukten, also Produkte zur Reinigung des Intimbereichs und Pflegeprodukten, die zur äußeren Anwendung, also für Haut und Haarpflege im Intimbereich gedacht sind.

Und gleich noch ein Disclaimer hinterher: Gynäkolog:innen stehen Hygieneprodukten für Frauen recht kritische gegenüber. Siehe hier und hier, denn der pH-Wert von Frauen im Scheidenbereich ist sauer. Das hat den einfachen Grund, dass der Körper selber dafür sorgt, dass keine Bakterien in den inneren Intimbereich gelangen. Die Scheide ist selbstreinigend (was für ein großartiges Organ). Wir fokussieren uns deswegen hier auf die Intimpflege und nicht Intimhygieneprodukte.

Wenn Du dich trotzdem mit Hygieneprodukten wohler fühlst, solltest du unbedingt auf folgende Inhaltsstoffe achten. Was Du nämlich nicht willst, ist das die Produkte deinen pH Wert langfristig durcheinander bringen oder die Haut austrocknet. Trockene Haut im Intimbereich, also trockene Haut im äußeren Intimbereich, kann nämlich zu Juckreiz und rissiger Haut führen. Jetzt aber Schluss mit all den Hinweisen und hier zu den Inhaltsstoffen, die deinen Intimbereich pflegen (wie Du deinen Intimbereich richtig pflegst erklären wir hier):

Milchsäure:

Milchsäure ist verantwortlich für das saure Milieu der Vagina, das als natürlicher Abwehrmechanismus gegen infektionsauslösende Bakterien dient (die Selbstreinigung also) Milchsäure ist daher für gute Intimpflegeprodukte besonders wichtig, denn so wird der pH-Wert zu unterstützen.

Hafer:

Hafer ist nicht das erste woran man denkt, wenn man das Wort Superfood hört – dabei kann Hafer total viel! Das Getreide wirkt entzündungshemmende, wundheilende und hautschützende. Ein spezieller Inhaltsstoff des Hafers, das sogenannte Avenanthramid, beruhigt gereizte Haut und sorgt für die schnelle Linderung von Juckreiz und Rötungen. Deswegen ist Hafer auch super für die Pflege nach der Intimrasur und wirkt super gegen Rasierpickel nach der Intimrasur.

Hyaluronsäure:

Hyaluronsäure ist inzwischen jedem Kosmetikfan ein Begriff, aber wie pflegt das Wundermittel den Intimbereich? Also, Hyaluronsäure wirkt Zellerneuernd (deswegen wird es viel im Anti-Aging bereich genutzt) und speichert Wasser. So trocknet die Haut nicht aus und erhält ihre natürliche Spannkraft und Elastizität. In der Intimpflege kann Hyaluronsäure die Haut nicht nur straffer machen, nur für eine straffere Haut, sondern wirkt aufgrund der feuchtigkeitsspendenden Wirkung vor allem auch Scheidentrockenheit entgegen.

Szechuanpfeffer-Extrakt:

Ich gebe zu. Pfeffer ist wirklich nicht das erste, woran man denkt, was man gerne in seiner intimsten und sensibelsten Zone, dem Intimbereich, hätte. Aber, lasst mich ausreden: Zanthalene ist ein Extrakt aus dem Szechuanpfeffer, und wirkt leicht betäubend gegen Juckreiz. Studien belegen, dass bereits 2% des Wirkstoffs Zanthalene eine beruhigende Wirkung auf gereizte Haut haben. Der Inhaltsstoff ist daher super, für Produkte nach der Rasur.

Jojoba-Öl:

Ein natürliches Pflanzenöl ist ja grundsätzlich nie schlecht. Vor allem nicht weil Jojoba-Öl mit seine Gehalt an natürlichen Lipiden (Fetten) am ehesten der Haut entspricht. Besonders pflegend und beruhigend für den Intimbereich ​​wirkt ​​Jojoba-Öl, weil trockene und empfindliche im Intimbereich langanhaltend geschmeidig hält.

Vitamin E:

Vitamin E ist ein schützt Körperzellen vor schädlichen Einflüssen und pflegt die Haut. Außerdem hilft es, Schäden an der Hautbarriere zu regenerieren, das hilft der Haut dabei, Feuchtigkeit aufrecht zu halten. Es ist daher auch super, gegen Scheidentrockenheit.

Worauf Männer bei der Intimpflege achten sollten

Intimpflege für den Mann wird oft weniger Beachtung als bei Frauen geschenkt. Dabei ist die richtige Pflege, insbesondere nach der Intimrasur bei Männern besonders wichtig.

Also das Wichtigste zuerst: Mit der richtigen Intimpflege kann Mann Entzündungen und besonders schmerzhaften Harnwegserkrankungen vorbeugen. Intimpflege ist also nicht nur angenehm für den Partner oder die Partnerin, sondern auch ganz einfach gut für dich. Nach der täglichen Intimhygiene sollten Männer auch auch darauf, Deinen Intimbereich nach der Dusche möglichst komplett zu trocknen. Denn überall dort, wo Feuchtigkeit in Hautfalten oder unter der Vorhaut zurückbleibt, können sich schnell wieder Bakterien sammeln, die schlecht riechen.

Auch bei Männern, ebenso wie bei Frauen, braucht es für die richtige Intimhygiene beim Mann nicht viel außer Wasser. Bei Männern ist es bei der Hygiene dafür umso wichtiger, auch Rückstände, das sogenannte Smegma, aus der Vorhautherauszuholen. Hier reicht für die richtige Intimhygiene beim Mann Wasser. Verzichte am besten auf jede Form von Intimdeos.

Worauf Mann bei der Intimrasur achten sollte? Wie viele Männer rasieren sich den Intimbereich in Deutschland? Je nach Umfrage kommen wir auf 70%, das ist ganz schön beachtlich. Ebenso wie Frauen, sollte Männer sich den Intimbereich lieber nass anstatt trocken rasieren. So lassen Pickel nach der Intimrasur beim Mann vorbeugen.

Drei ganz wichtige Tipps helfen außerdem bei der Intimrasur für Männer:

  1. Die Haut immer erst mit warmen Wasser “aufweichen”, so vermeidest du kleine Verletzungen und Pickel
  2. Benutze eine möglichst frische Klinge, auch so lassen sich Rasierpickel nach der Intimrasur vermeiden
  3. Immer mit dem Haarwuchs rasieren

Danach hilft ein beruhigendes Balsam oder Aloe Vera, die Haut zu beruhigen und Rötungen oder Juckreiz nach der Intimrasur zu verhindern.

Bei der Gelegenheit noch eine Sache, dir mir am Herzen liegt: wenn du schon dabei bist, check dich regelmäßig. Spürst du vielleicht Knoten? Leidest du unter Juckreiz oder Ausfluss? Nur keine falsche Scham – sprich unbedingt mit einem Arzt, wenn etwas nicht stimmt!

Fünf Dinge, die ich in meiner Umfrage zum Thema Intimpflege mit fast 100 Teilnehmer:innen gelernt habe:

  1. Die Intimbehaarung hat (noch) kein Comeback. In Zeiten von Haarpositivity hat mich das ehrlicherweise schon fast ein bisschen überrascht. Über 77% der Teilnehmenden haben angeben, dass sie sich den Intimbereich ganz oder zumindest teilweise rasieren. Insgesamt 50% der befragten rasieren sich den Intimbereich ganz. Der Trend bei der Intimrasur geht also weiterhin eher zu weniger ist mehr.
  2. Knapp über 60% greifen daher mehrmals im Monat zum Rasierer oder den Waxing Stripes. 30% entfernt sich die Intimbehaarung sogar einmal die Woche.
  3. Gut ein Drittel der Befragten rasiert oder waxt sich bei besonderen Anlässen. Drei Mal dürft ihr raten, was dieser besondere Anlass ist? Genau – jede:r Dritte rasiert sich noch mal schnell, bevor es zur Sache geht.
  4. Über 60% der Befragten leiden nach der Intimrasur unter Rasierpickeln oder Rötungen. Nochmal 60% haben es mit eingewachsenen Haaren nach der Intimrasur zu tun.
  5. Dabei wünschen sich über 30% eine Lösung für genau diese Probleme, wissen aber nicht so richtig, wo sie diese finden können. Wiederum ein Viertel behilft sich mit Hausmitteln gegen Rasierpickel wie Kokosöl oder Sheabutter.

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